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Main Schiffsanleger - Arte Noha
Katharina Hinsberg

„Spatien“
hinsbergTraditionell legt auch wieder die „Arte Noah“ des Würzburger Kunstvereins am Breitbachdelta
an. Sie hat die aktuelle Ausstellung der Künstlerin Katharina Hinsberg dabei.
Das Werk von Katharina Hinsberg (*1967) gründet auf einer vielfältigen Auseinandersetzung mit Zeichnung und dem Ausloten ihrer primären oder historischen Bedingungen, Techniken und Zusammenhänge. Spezifisch für ihr Arbeiten ist vor allem das Ausschneiden oder Durchbohren von gezeichneten Lineaturen, die aus dem Papier gelöst werden und damit zu einer fragilen Durchlässigkeit finden, welche das Medium neu zu hinterfragen sucht. Katharina Hinsbergs Arbeiten werden 2010 u.a. gezeigt im Kunstmuseum Bonn, im Kunstmuseum Stuttgart, in Kettle’s Yard, Cambridge (GB) und im De La Warr Pavillion, Bexhill-on-Sea (GB). Katharina Hinsberg lebt und arbeitet auf der Raketenstation Hombroich


Lagerhaus
Ars Bosnae

amerovicIn diesem Jahr hat ARTBREIT Das Kunstfest das Schwerpunktthema „Kunst und Musik aus Bosnien und Herzigowina“. Wir haben dazu eine Künstlergruppe eingeladen, die sich unter dem Namen „Ars Bosnae“ zusammengeschlossen hat. Die bildenden Künstler stellen alle im Lagerhaus aus. Dort findet auch eine Autorenlesung statt. Musiker der Gruppe gestalten das Eröffnungskonzert am Samstag Abend und den Klassik-Part im Haus zur Groe.
Ars Bosnae e.V. ist ein Kunstverein der seit 2002 künstlerische Projekte in Deutschland und Bosnien und Herzegowina organisiert und durchführt. Vor sieben Jahren wurde der Kunstverein in Berlin gegründet. Heute hat er seinen Sitz in Bremen. Mitglieder im Verein sind KünstlerInnen bosnischer Herkunft die verschiedenen Gattungen der Kunst angehören und in Deutschland leben. Eines der Grundanliegen des Vereines ist der Brückenschlag zwischen der bosnischen und der deutschen Kultur. Es geht aber auch um die individuelle Haltung jedes einzelnen zwischen bzw. mit den beiden Kulturen.
Im Laufe der Zeit hat der Verein verschiedene anspruchsvolle Projekte organisiert und durchgeführt. Einige Ausstellungen, Kino-Wochen, Konzerte, Lesungen oder größere interdisziplinäre Veranstaltungen bei denen verschiedene Kunstformen gleichzeitig vertreten waren.


Lagerhaus
Tilia Sevelj (Ars Bosnae) - Malerei

seveljAusgehend vom menschlichen Körper verformt sie spielerisch die Gestallt und experimentiert dabei mit ungewöhnlichen Farbkombinationen. Einer Ihrer Schwerpunkte sind die stimmungsvolle Portraits, meist Frauendarstellungen die vom Selbstbewusstsein der Frau im 20/21. Jahrhundert zeugen. In einer gewissen Weise knüpfen die Arbeiten an die 20-er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Die Aquarelldarstellungen entfalten eine Lebhaftigkeit und erzielen Stimmungsvolle Bilder


 

 

 

 

 

Lagerhaus
JaskoTrnjanin (Ars Bosnae) - Malerei

trnjaninGeboren 1970 in Bihac (Bosnien) und lebt seit 1992 in München.
Von Beruf gelernter Modegrafik-Webdesigner.
Als universeller Künstler nimmt er sowohl an Modenschauen mit eigenen Kollektionen teil und ist auch Maler,
der bei mehreren Ausstellungen seine Bilder präsentiert.
Als Musiker ist er in letzter Zeit jedoch viel aktiver, dabei spielt er vor allem Gitarre und Bassgitarre und ist darüber hinaus als Visual Jockey tätig. Als VJ bringt Jasko visuelle Projektionen auf der Bühne in Einklang mit der Musik und produziert eindrucksvolle Bilder


 

 

 

Lagerhaus
Anica Glavas (Ars Bosnae) - Malerei

glavasAufgewachsen in Grude, Bosnien und Herzegowina.
Studium: Malerei und Grafik bei Professor Günther Förg.
In Ihren Bildern untersucht Anica Glavas die Wirkung der Farbe und reagiert auf die Spuren, die während des Malens entstehen.
Hiermit erreicht Sie einen Zustand in dem die Beobachtung und das intuitive Reagieren ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsprozesses werden.
Viele ihrer Bilder sind minimalistisch in der Farbgebung und werden vor allem beherrscht durch die kraftvolle und entschiedene Körper-Formsuche.

 

 

 

 

Lagerhaus
Mirsad Herenda (Ars Bosnae) - Skulpturen

tepeInstallationsartig inszeniert wirken verdrahtete Tierskulpturen wie frei im Raum gezeichnete Konturen, erstarrt zu irritierenden Bewegungszuständen.
Linien, bzw. punktartige Oberflächenstrukturen, bilden eine markante Formensprache dynamischer Posen. Ihre Aggregatzustände erzeugen Eindrücke der Verzweiflung, der Flucht, der Verteidigung oder des Kampfes, wobei materialbedingte Transparenz die Situationsdramatik unterstützt.


 

 

 

Lagerhaus
Amir Omerovic (Ars Bosnae) - Skulpturen

omerovicAmir Omerovic fahndet, als sei er unablässig neugierig auf Experimente, nach überraschenden
künstlerischen Formulierungen.
Überlebensgroße Studien aus Eisendraht interessieren ihn ebenso wie sparsame Bronze- Miniaturen oder großvolumiges Arbeiten mit Stein. Er geht vom massiven Ausmodellieren zu filigranen Formulierungen über, wechselt von fast maniristischer Längung der Körper zum betonten Abstrahieren. Gern verwendet er dabei, unbekümmert bis ironisch, Vorgefundenes wie Streichhölzer oder Pistazienschalen als Form bildendes Material. In jüngsten Arbeiten reduziert er in der Gestaltung Masse und Fläche so radikal, dass sich schließlich nur noch Draht-Konturen mit Raum und Körperlichkeit auseinandersetzen.
So belässt er die Aussagen, durchaus realitätsorientiert, im Uneindeutigen und fordert die Vorstellungskraft des Betrachters


Lagerhaus
Jelena Blazan (Ars Bosnae) – Malerei

blazanGeboren 1975 in Banja Luka (Bosnien und Herzegowina) lebt und arbeitet seit 1994 in Berlin.
Sie experimentiert gerne mit unterschiedlichsten Techniken
und Formen. Bei ARTBREIT stellt sie Grafiken aus.
Ihre Arbeiten und Figuren leben in einer halb realen, halb surrealen Welt.


 

 

 

Lagerhaus
Milan Mihajlovic - Malerei

mihajlovicMilan Mihajlovic steht mit diesen Bildern in der Tradition der surrealistischen „écriture automatique“ und deren Weiterentwicklung in der informellen Kunst.
Jener Kunst der 50er und 60er Jahre, deren progressiven Schöpfer die Sichtbarmachung von Farbe und Formen, Ausdruck und Gestik in der Malerei gelang. „Abstraktion als Weltsprache“, so der damalige Slogan der bald international anerkannten Kunst, welche bis heute nicht an Aktualität verloren hat

.

 

 

 

Lagerhaus
Nihad Nino Pusija (Ars Bosnae) – Fotografie

pusijaBeamer oder Monitorprojektion von ca. 15 künstlerisch-dokumentarischen Porträtaufnahmen mit authentischen und persönlichen Geschichten von Roma und nicht Roma Jugendlichen in Deutschland und dem Kosovo.
PARNO GRAS (Weißes Pferd auf Romanes)
Vorgeschichte
Während der Balkankriege 1990 bis 2000 kamen zahlreiche Flüchtlinge nach Westeuropa.
Unter den von Deutschland aufgenommenen Kriegsflüchtlingen befanden sich auch mehrere zehntausend Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien.
Die Gründe ihrer Flucht waren zum einen der Nationalismus, der sich gegen alle „Nicht-Serben, -Kroaten, -Bosniaken,...“ richtete, zum anderen die Zwangsrekrutierungen der Jugoslawischen- National-Armee , die für Roma „spezielle Aufgaben“ vorsah, wie z.B. Minensuche und -entschärfung.
Im Sommer 1999 wurden binnen weniger Tage mehrere zehntausend Kosovo-Roma aus dem Kosovo vertrieben. Zehn Jahre später droht ihnen nun die Abschiebung ins Kosovo, einem Land, das sie gar nicht kennen, und in dem Roma nach wie vor diskriminiert werden und Verfolgungen ausgesetzt sind.


Lagerhaus ca. 15.oo - 16.00 Uhr
Safeta Obhodjas - Lesung, Dichterin

"Ketten reißen nie von selbst"
Zwiegespräch am Wupperufer


obhodijasEine szenische Lesung mit der Autorin, Jelena Blazen - Schauspielerin und Denis Omerovic - Musiker (Gitarre).
Vor 67 Jahren starb in New York die 1869 geborene Frauenrechtlerin, Publizistin und Philosophin Dr. Helene Stöcker. 1933 war die überzeugte Pazifistin von den Nazis ins Exil vertrieben worden. 1992 wurde Safeta Obhodjas aus ihrer Heimat vertrieben und seitdem lebt sie in Deutschland. Das Wupper-Tal spielt im Leben beider Frauen eine entscheidende Rolle. Wo die eine aus der Enge ihres Elberfelder Elternhauses in die damalige Reichhauptstadt Berlin flieht, wird für die andere die Stadt im Bergischen zum Fluchtpunkt ihrer Hoffnungen. Hier lebt und arbeitet Safeta Obhodjas – und schreibt ein Hörstück über Helene Stöcker, der sie sich seit langem zutiefst verbunden fühlt. Ihr aufden Schriften Stöckers basiertes Manuskript – ein fiktives Gespräch zwischen diesen beiden so unterschiedlichen und doch wesensverwandten Persönlichkeiten – ist im Herbst 2009 auch als Hörbuch im Wuppertaler NordPark-Verlag erschienen.