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Marktstrasse
Angelika Kilian - Objekt, Collage, Plastik
Angelika Kilian arbeitet mit profanen Materialien, die jeder aus dem Alltag kennt und die normalerweise einem praktischen Zweck dienen, wie z.B. Zitrone, Teebeutel, Spülschwamm, Haushaltshandschuhe etc.
Haben sie ihren Zweck erfüllt, trauern wir ihnen nicht nach...
"Der Nährboden meiner Arbeiten ist der Drang, Dinge zu retten, die nicht zu retten sind.“ Aus diesem Scheitern entstehen poetische Objektcollagen - ein kleines Stückchen Ewigkeit in einer sich unablässig verändernden Welt.
Ebenfalls im Kontext eines - historisch verzögerten - Rettungsversuches sind die Kleinplastiken der Serie "Weiber" zu betrachten.....
Asther Bott - Objekte
Transformation des Alltäglichen
Die FORM ist es, von der Esther Bott ausgeht. Es handelt sich um Formen aus unserem Alltag, aus unserem alltäglichen Gebrauch. Diese Formen durchlaufen in unterschiedlichster Ausprägung einen Transformationsprozess. Sie finden sich in neuen Konstellationen zusammen, erfahren eine neue Materialität (Silicon, Latex). Die FARBE übernimmt in diesem Transformationsprozess einen wesentlichen Anteil. Sie entfremdet, sie konkurriert spannungsreich mit der Form, sie bereitet dem Betrachter aufgrund der heiteren Farbpalette vergnügliche Irritationen. Zum Beispiel die „Deckel“ Brosche, Variationen von Schraubdeckeln. In ungewohnter Konstellation finden sie sich zusammen und entwickeln eine völlig neue Materialität durch die verbindende Oberfläche von weichem Silicon.
Berit Holzner - Objekte, Malerei
Freischaffende Künstlerin, geb. in Ochsenfurt, Werkkunstschule in Würzburg, Arbeit im Modellbau und als grafische Zeichnerin, Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg für freie Malerei und Grafik.
Die Objekte bestehen aus einem Zellstoffkern.
Durch Wasser gezogenes Papier wird geknetet und gepresst, bis es Form annimmt. Später wird es in Paraffin getaucht oder mit Latex überzogen.
Die Anlässe finde ich in meinem täglichen Leben.
Natürlich gibt es antropomorphe Beziehungen, aber auch Beziehungen zu Pflanzlichem, zu Gestein. Ich denke auch an Verletztes, an Vermodertes, an Auflösungszustände, oder an Organe, Zartes, Schützenswertes.
„Die Bewegung und Veränderung im Leben möchte ich in meinen Arbeiten spürbar werden lassen. Manchmal male ich spontan, emotional und sehe darin Geschichten die ich herausarbeite. Ein andermal habe ich eine deutliche formale Vorstellung eines Themas".
Schlossplatz
Dao Droste - Skulpturen
Mystisch ziehen die friedvoll ruhenden Menschenköpfe den Betrachter in ihren
Bann und entführen ihn rasch aus der Gegenwart in die Zeitlosigkeit.
Vertraut wirken die Gesichter, wie aus einem fernen Traum. Tot und lebendig zugleich, entrückt, erdverbunden - buchstäblich, und doch irgendwie nicht von dieser Welt. Der Mensch, reduziert auf das Wesen des Seins. Körperlos. Geist - oder Seele. „Terra cantans - Zyklen des Lebens“ 2010, Terracotta
Rudolf Kurz - Skulpturen
2008 zeigt Rudolf Kurz in der Kirche St. Nikolai seine hängenden Torsi. In diesem Jahr ist es eine große Steinskulptur, „sitzende Torsi“. Der Künstler ist 1952 in Ellwangen/Jagst geboren. Von 1980 bis 1984 absolvierte er sein Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. K.H. Seemann, Prof. H. Baumann und Prof. H. Schubert. Seit 1983 stellt Rudolf Kurz figürliche Werke, als Torso, als Ganzfigur oder Gruppe, auf.
Das Werk von Rudolf Kurz wird wesentlich vom Umgang mit dem Material Stein und der Beschäftigung mit dem Thema des Torso der menschlichen Gestalt bestimmt. Sowohl bildhauerisch wie malerisch definiert und intensiviert er durch eine umgebende Raumgestaltung die existenziellen Botschaften, die der bruchstückhaften Figur innewohnen. Auch Lichtwirkungen auf Steinstrukturen und Bildräumen prägen häufig seine Arbeiten. Rudolf Kurz lebt und arbeitet in Stimpfach und Ellwangen/Jagst.
Schlossgasse - Schloss - 2. Obergeschoss
Mechthild Hart - Malerei
Bilder in Acryl auf Leinwand - und immer wieder Figuren - Jedes Bild ist ein Prozess.
Er beginnt immer mit Farbe und einem “ fruchtbaren Chaos“. Es kommt zu einem Dialog zwischen Zufall und Absicht. „Ich gehe mit der Figur und die Figur mit mir. Es entstehen Schichten, Geschichten, Figuren und Landschaften. “ Eine Reise durch die Zeit, in Farbe und in einem bunten Grau.
Sabine Sam - Fotografie
„Die Geschwindigkeit, ein herausstechendes Merkmal unserer „ zivilisierten Welt“. Mit der Kamera gehe ich mit in die Bewegung und fange den Augenblick der Schnelligkeit im Alltag ein.“
Joachim Schäd - Zeichnungen
Landschaften am Main und aus der Rhön, Naturstücke an Wasserläufen, Bäume und der menschliche Körper dienen dem Schweinfurter Grafiker Joachim Schäd ausschließlich der Inspiration. Sie werden meist nach flüchtigen Skizzen oder aus der Erinnerung wiedergegeben. Sie sind Anregungen für seine aktuellen Werkreihen „Land“ und „MainSteine“. Die Bildsprache reicht von naturalistischen Details bis zu abstrakt expressiven Farbausdrücken. Der Grad der Abstraktion variiert. Ausgestellt sind Zeichnungen auf Papier und Leinwand. Die Bandbreite umfasst das ganze zeichnerische Spektrum von Graphit, Kreiden bis zur Tusche.
Joachim Schäd stammt aus Schweinfurt. Nach seinem Studium in Kassel machte er sich 1986 als Grafiker in seiner Heimatstadt selbständig. Es folgten begleitend Lehraufträge an der Akademie für Kommunikation Kassel und der Akademie für Sozialpädagogik Schweinfurt. Er unterrichtet an der VHS Schweinfurt und gibt Workshops in seinem Atelier.
Ausstellungen 2010: Wernecker Kulturfrühling, Klinikum Lichtenfels, Kreisgalerie Mellrichstadt (z.Z.), Spitäle Würzburg (ab 25. Sept.) und verschiedene Gruppenausstellungen (Würzburg, Bad Neustadt, Oberhof, Ansbach)
Mitglied in der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens (VKU) und im Berufsverband bildender Künstler Unterfranken (BBK)
Schlossgasse - Schlosskeller
Sabine Fleckenstein - Malerei
Malerei für die Ewigkeit...
Das Ursprüngliche sichtbar machen, von Entdeckungen aus der Steinzeit berichten, die von den Lebensgewohnheiten längst ausgestorbener Urvölker zeugen. „Malerei für die Ewigkeit“ nennt Sabine Fleckenstein Ihre Kunst, und stellt sie in Mischtechnik vor.
Mit ihren Bildern ruft sie die Vorstellung wach eine imaginäre Höhle zu betreten, deren Wände mit jahrtausende alten Malereien bedeckt sind.. Sabine Fleckenstein erforscht das Erbe dieser Künstler und ahmt sie nach, indem sie ihre Leinwände wie Felsformationen bespachtelt und mit an die prähistorische Malerei angelehnten Zeichen und Figuren bemalt.
Die Bilder rufen Ereignisse wach, mystische oder reale, und sie offenbaren die Wünsche und Ängste jener Menschen, die sich solche Stätten zum Ort ihrer Botschaften erwählten.
Sabine Fleckenstein war eine der Neuentdeckungen bei ARTBREIT 08.
Julec Mann - Malerei
Blautöne, die die Tiefe des Raums dimensionieren. Eine integrale Vision von Farbe und Form. Spiritualität, Rhythmus und Freiheit im Ausdruck. Bewegende, Figuren, in einem Sog oder Strudel. Figurenhafte Wesen, Formen, Gedanken, Zeit, Raum, Dimension, Tiefe. Diese Themen werden wild und frei in Acryl ausgedrückt.
Julec Mann, Jahrgang 1980 ist freischaffender Künstler, lebt und arbeitet in Marktbreit am Main.s
Ulrike Scheb - Malerei, Skulpturen
Die Künstlerin aus Zellingen, Preisträgerin des Marktheidenfelder Kunstpreises 2008, zeigt Malerei in Öl-Acryl- und Mischtechniken sowie Skulpturen aus Zellulose-Ton.
In ihren mittel- bis großformatigen Figurenbildern greift sie das Thema „Körper“ in ganz unterschiedlichen Darstellungsformen auf. Mittels expressiver Farbgebung und mehrerer Bildebenen gelangt sie zu sehr individuellen Aussagen, die dem Betrachter ein genaues Hinsehen abverlangen und dennoch genügend Raum für eigene Interpretation lassen. „Sie arbeitet in einer ausdrucksstarken, informellen Formensprache, die sie aus dem Dialog von Farbe und Form entwickelt“ ( Andrea Brandl, Galerien und Museen der Stadt Schweinfurt)
Das Thema „Akt“ greift sie ebenso in ihren Skulpturen auf.
Weibliche Akte und Torsi vermitteln durch Form und ausdrucksstarke Oberflächengestaltung emotionale Befindlichkeiten.
Gisela Eufe - Skulpturen
Gisela Eufe formt schlanke, in sich versunkene Mädchengestalten wie aus Bildern von Paul Delvaux. Sie deuten das Innehalten in einer Bewegung an und machen in diesem Innehalten den „fruchtbaren Augenblick“ (Lessing) in einer Pose sichtbar.
Die Künstlerin konzentriert die strenge vertikale Haltung auf minimale Gestik und wenige leise Gebärden. Auch im Gesichtsausdruck wird Emotion nur als Spur angedeutet, die Haltung und Gebärden unterstützt. Körperform und Armhaltung schaffen einen imaginären Raum, der die Skulptur wie eine Aura umgibt.
Trotz ihrer weitgehenden Symmetrie erreichen die Figuren ein hohes Maß an Anmut und tänzerischer Leichtigkeit.
Schlossgasse - Schlosskeller, Schloss Innenhof
Prof. Bernd Altenstein - Skulpturen
„Aufbruch“, „Ausbruch“, „Entfalten“, „Mann am Schreibtisch“, „Bürger im Block“, „Disput“, „Dialog“ oder jetzt „Häutung“ - die Wahrnehmungen unserer individuellen oder gesellschaftlichen Existenz sind immer wieder Auslöser und Antrieb zu meinen Bildfindungen.
Bernd Altensteins Skulpturen sind keine Schilderungen besonderer Ereignisse oder individueller Begebenheiten, sondern Bildmetaphern, die Zustände, sich wiederholende Verläufe, anschaubar machen. Es sind so Bildformen entstanden, die in ihren Variationen und Entwicklungen über mehrere Arbeiten weitere Deutungen und Wahrnehmungen ermöglichen.
„Ich verstehe diese künstlerische Position als nicht abbildenden Realismus, Realismus als Haltung zur Welt und den Prozessen in unserer Gesellschaft“. Mit „Das Ende“ entstand 1974/5 eine Skulptur, die die menschliche Selbstzerstörung durch die Gier der Ressourcenausbeutung (Enquete des Club of Rome) bereits ein Bild gab. Die Brunnen und Großskulpturen im öffentlichen Raum „Gegenwart“ oder „Unsere Welt“ sind Zustandsbilder.
Lange Zeit bestimmte der Kontrast von organischer zu geometrischer Form Bernd Altensteins Arbeit als Ausdruck von Beengung und Schutz. In ihren Oberflächen bleiben die Spuren der Zeit eingeschrieben.
Heute erscheinen die „Bürger“ und „Sitzenden“ eher auf schmalem Grad.
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